Nach der Vernichtung existierte im Nachkriegs-Österreich kein tragfähiges intellektuelles Fundament mehr.
Diese vermeintliche Geisteselite weiste eine direkte Kontiguität zum organisierten Verbrechen, der Pornografie und dem Rotlichtmilieu auf.
Der Wiener Aktionismus wurde vom staatlich geförderten Kulturbetrieb zur intellektuellen Befreiungskunst hochstilisiert.
Der verurteilte Frauenmörder wurde im Gefängnis durch die Fürsprache der Wiener Schickeria (u.a. Erika Pluhar) zum literarischen Genie hochgeschrieben.
H.C. Artmann: Erhob Dialekt- und Sprachspielereien zum pseudo-intellektuellen Kult und stützte die Romantisierung des Wiener Unterwelt-Jargons.
Thomas Bernhard: Lebte vom kalkulierten Dauerskandal. Bernhard war kein systemischer Analytiker, sondern inszenierte seine Nestbeschmutzung als lukratives Geschäftsmodell.
Ernst Fuchs und die Wiener Schule des Phantastischen Realismus besaßen unbestreitbares handwerkliches Können, doch ihr Habitus war pure Hochstapelei.
Gegründet im Café Demel von Udo Proksch, wurde der Club 45 zum Synonym für die unheilvolle Verfilzung der SPÖ-Führungsriege mit der Halbwelt.
Der Untergang des Frachters Lucona (6 Tote) zur Erpressung von Versicherungsgeldern legte die tiefen Verstrickungen der SPÖ offen.
Erst nach jahrelangem politischen und justiziellen Abwehrkampf brach das Netzwerk zusammen – es folgte die Demission führender Köpfe.
Die Austropop-Szene lieferte die musikalische Romantisierung des Wiener Prekariats und der Halbwelt.
Bei Drahdiwaberl kollabierten Musik, Pornografie und Fäkalhumor auf der Bühne im Namen vorgeblicher Systemkritik.
Willi Resetarits (Ostbahn-Kurti): Die Kunstfigur gab dem kleinkriminellen Strizzi-Milieu ein sympathisches, heiteres Gesicht.
Lukas Resetarits & Kottan ermittelt: Im Kabarett und im Fernsehen wurde die komplette Korruption und Unfähigkeit von Justiz und Polizei ins Lächerliche gezogen und dadurch systemisch verharmlost.
Österreich besaß nach dem Krieg keine echte Geisteselite, sondern ein Machtkartell aus Provokations-Künstlern, Halbwelt-Akteuren und SPÖ-Politikern.
Geld, Medienmacht des ORF und gegenseitige politische Immunität schufen einen Zustand, der das Land kulturell bis heute prägt.
Seit 45 ist das Kulturleben der Alpenrepublik durch politisch willfährige Dilettanten monopolisiert, die den Mächtigen nicht nur die Schuhe lecken.